Woran denken Sie, wenn Sie „gesunde Pause“ lesen? Vielen ist dieser Begriff aus der Schule bekannt, wo das Thema zunehmend an Popularität gewinnt. Die Kinder bekommen Obst und Gemüse und es gibt Bewegungseinheiten – danach kann es voll konzentriert weitergehen. Dass das eine gute Sache ist, leuchtet ein. Leider ist es, glaubt man vermehrt erscheinenden Medienberichten und Studien, bei Erwachsenen um die Pausenkultur nicht so rosig bestellt. Arbeitskollaps anstatt Arbeitspause scheint immer öfter das Motto zu sein.

Auch wenn es im Alltag des Augenoptikers schwierig sein kann, feste Pausenzeiten zu installieren, so sollten Sie doch darauf achten, dass Sie und Ihre Mitarbeiter Pausenzeiten einlegen, sobald es möglich ist. Es muss nicht immer eine halbe Stunde am Stück sein. Die Pause kann auch auf kleinere Pausen aufgeteilt werden.

Pausen im Augenoptikeralltag

Im Augenoptikeralltag gilt es oft, die Pausen selbst zu organisieren, denn nicht alle Betriebe schließen über die Mittagszeit, wodurch feste Pausenzeiten gewährleistet sind. In Innenstädten ist das häufig anders – genauso in Einkaufszentren.
Der Augenoptikeralltag ist geprägt von Stehen, das belastet Muskeln und Gelenke. Dazu kommt die Interaktion mit den Kunden. Das bedeutet, dass der Augenoptiker während seiner Arbeitszeit sowohl körperlich als auch psychisch angestrengt ist. Wie also könnte die gesunde Pause des Augenoptikers aussehen? Dehnübungen oder auch der kurze Gang um den Block können helfen, denn diese Bewegung helfen den unnatürlichen Belastungen des langen, statischen Stehens entgegenzuwirken. Es sollt aber auch ausreichend Sitzmöglichkeiten geben, damit man sich ebenfalls hinsetzen und ggf. sogar die Beine etwas hochlegen kann. Ein eigener Pausenraum ist von Vorteil, auch um einfach mal den Kopf „auszuschalten“. Auch zum Thema Pausenraum gibt es Vorgaben. So heißt es in der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV), Anhang Anforderungen und Maßnahmen für Arbeitsstätten nach § 3 Absatz 1, 4.2: „Bei mehr als zehn Beschäftigten […] ist den Beschäftigten ein Pausenraum […] zur Verfügung zu stellen.“

Dem Arbeitgeber kommt eine Vorbildfunktion zu. Wenn von der Geschäftsleitung eine gesunde Pausenkultur vorgelebt wird, ist dies ein positives Zeichen für die Angestellten. Wenn die Mitarbeiter nicht das Gefühl haben, sie werden sanktioniert, wenn sie nicht alles sofort erledigen, und wenn klar ist, dass Pausen im Unternehmen kein schlechtes Image anhaftet, wird vermutlich weniger auf Pausen verzichtet. Gleichzeitig ist aber der Arbeitgeber auch dazu angehalten, die Mitarbeiter insofern zu kontrollieren, als dass er sicherstellt, dass die nötigen Pausen, sobald es möglich ist, genommen werden.

Tipps für gesunde Pausengestaltungen geben auch die Krankenkassen.



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