AAG Aufwendungsausgleichsgesetz

Alle Mitarbeiter im Betrieb sind zur Umlage U1 und U2 zu melden.

Die Mitgliedschaft bei der AKA befreit von der Verpflichtung,
am Umlageverfahren mit den gesetzlichen Krankenkassen
teilzunehmen.

Am Ausgleichsverfahren für Mutterschutz U2 nehmen die Arbeitgeber unabhängig von der Anzahl ihrer Beschäftigten teil und entrichten Umlagebeiträge. Die Aufwendungen bei Mutterschaft werden zu 100 % erstattet. Auch dieses Ausgleichsverfahren führt die AKA für die Augenoptikerbetriebe durch.

Der Mandant kann ohne Einhaltung von Kündigungsfristen Mitglied dieser Ausgleichskasse werden. Dies hilft ihm, Lohnnebenkosten einzusparen. Mit Beginn seiner Mitgliedschaft bei der AKA entfällt seine Pflicht zur Umlagezahlung in die gesetzlichen Umlagekassen. Die gesetzlichen Umlagekassen sind über das Bestehen der AKA informiert. Der Wechsel ist daher einfach und unkompliziert.

Berechnung der Entgeltfortzahlung

Für die Berechnung der Entgeltfortzahlung ist das Bruttoarbeitsentgelt im Sinne des Arbeitsrechts
maßgebend, also nicht der Entgeltbegriff im Lohnsteuer- bzw. Sozialversicherungsrecht.
So zählen zum Bruttoarbeitsentgelt:

• der gesamte Barlohn im arbeitsrechtlichen Sinne
(Stunden-,Wochen-, Monats-, Akkord- und Schichtlohn usw.)

• laufend gewährte Sachleistungen (z. B. Kost oder Wohnung)

• Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeitszuschläge

• Erschwernis- und Gefahrenzuschläge

• Schmutzzulagen, soweit diese dem Arbeitnehmer nicht zusätzliche Kosten
zum Beispiel für Reinigungsmittel ersetzen sollen

• soziale Zulagen (Familien- und Kinderzuschläge, Wohnungsgeld und Ortszulagen)

• vermögenswirksame Leistungen, die der Arbeitgeber laufend gewährt

Bei der Berechnung der Entgeltfortzahlung unberücksichtigt bleiben Auslösungen und ähnliche Leistungen, für die der Arbeitnehmer entsprechende Nachweise über die entstandenen Kosten erbringen muss.
Dazu gehören beispielsweise die Erstattung von Fahrgeld, Reisekosten, Spesen ebenso wie Trennungsentschädigungen, Werkzeuggeld und der Ersatz für Arbeitskleidung.

Erhält der Arbeitnehmer Funktionszulagen, Wegezeitvergütungen oder andere Leistungen, die pauschal vergütet werden, sind diese dagegen bei der Entgeltfortzahlung einzubeziehen.

Einmalige Leistungen, wie zum Beispiel Gewinnbeteiligungen, Abschlussgratifikationen, Weihnachtszuwendungen, Beihilfen und Unterstützungen, Prämien für Verbesserungsvorschläge und Anwesenheitsprämien, bleiben unberücksichtigt.

Nachzahlungen, wie zum Beispiel rückwirkende Entgelterhöhungen, die der Arbeitnehmer in einer Summe erhält, fließen dagegen in die Berechnung der Entgeltfortzahlung ein

Was ändert sich für Sie?
Übersenden Sie der AKA die vom Mandanten unterzeichnete Beitrittserklärung. Die monatlich berechneten Beiträge zur U1 und U2 melden Sie zukünftig nicht mehr der bisher zuständigen gesetzlichen Krankenkasse, sondern der AKA.

Elektronische Datenübertragung
Hierfür benötigen Sie grundsätzlich ein Lohn- und Gehaltsabrechnungsprogramm, das Ihre Daten nach den neuesten Standards verschlüsselt. Alle gängigen Programme sind einsetzbar. In der Software müssen Sie als Datenannahmestelle die Betriebsnummer der AKA angeben:
AKA – 33868451
Bei Problemen der Datenübermittlung rufen Sie uns an.

Noch Fragen?
Über Kontakt können Sie sich mit uns in Verbindung setzen!
Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.



Augenoptiker- und Optometristenverband NRW
(Landesinnungsverband)
Ruhrallee 9
44139 Dortmund

Telefon 0231 55 22-100
Fax 0231 55 22-111
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